Auf dieser Seite findest du Meditationen, Anrufungen und Gebete aus verschiedenen Traditionen, die dich in eine ganz besondere Energie, in einen tiefen Frieden und in die Vereinigung mit der Schöpfung bringen können.

Gebete

Die erste Anrufung ist die Öffnung des heiligen Raumes, indem wir die vier  Himmelsrichtungen, Pachamama und die Kräfte des Himmels anrufen.
Stell dich mit Blick in die jeweilige Himmelsrichtung und rufe dann die Winde an, indem du die unten stehenden Zeilen aussprichst.

Nachdem du die 4 Himmelsrichtungen angerufen hast, beuge dich zu Mutter Erde und berühre sie mit deiner Hand, dann spreche die Anrufung von Mutter Erde. Am Ende strecke deine Hand Richtung Himmel und rufe die himmlischen Sphären an.

Hier findest du die sehr schönen Worte nach Alberto Villoldo. Du kannst sie zu Öffnen und zum Schließen verwenden. Vielleicht findest du ja aber auch eigene Worte.

Öffnen des heiligen Raumes

„An die Winde des Südens – Große Schlange, lege deinen Körper aus Licht um uns. Lehre uns die Vergangenheit wie eine Haut abzustreifen und behutsam auf der Erde zu wandeln. Zeige uns den Weg zur Schönheit.

An die Winde des Westens – Mutter Jaguar,  beschütze den Ort der Heilung. Lehre uns den Weg des Friedens und des richtigen Lebens und weise uns den Weg über den Tod hinaus.

An die Winde des Nordens – Kolibri, Großmütter und Großväter die Ihr uns vorangegangen seid, kommt und wärmt eure Hände an unseren Feuern. Flüstert zu uns im Wind. Wir ehren euch, die Ihr vor uns gekommen seid, und euch, die Ihr nach uns kommt, als Kinder unserer Kinder

An die Winde des Ostens – Großer Adler, Kondor, komm zu uns vom Sonnenaufgang und nimm uns unter deine Flügel.  Zeige uns die Berge, von denen wir nur zu träumen wagen, und lehre uns, an der Seite des Großen Spirits zu fliegen.

Mutter Erde wir sind hier versammelt um all deine Kinder zu heilen. Die Stein -Menschen, die Pflanzen- Menschen. Die Vierbeiner, die Zweibeiner, die krabbelnden Kriecher, die mit Schuppen, die mit Fell und die mit Federn. Alle, mit denen wir verbunden sind.

Vater Sonne, Großmutter Mond, an die Nation der Sterne.  Großer Spirit, du hast unzählige Namen und du bist der namenlose Eine. Wir danken dir, dass du uns zusammengeführt hast und uns erlaubst, das Lied des Lebens zu singen.“

 

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Morgengebet

Guten Morgen lieber Tag,

ich begrüße euch liebe Mutter Erde, Pachamama, Vater Sonne, Großmutter Mond und die Nation der Sterne.

Ich bedanke mich bei euch für den Frieden,
Ich bedanke mich bei euch für die Freude,
Ich bedanke mich bei euch für die Schönheit
Ich bedanke mich bei euch für die Liebe die ich heute erfahren darf.

Möge ich allen Lebewesen denen ich begegne und auch mir selbst Frieden bringen
Möge ich allen Lebewesen denen begegne und auch mir selbst Freude bringen
Möge ich allen Lebewesen denen ich begegne und auch mir selbst Schönheit bringen
Möge ich allen Lebewesen denen ich begegne und auch mir selbst Liebe bringen.

Denn ich bin Liebe …. ich bin Frieden …..  ich bin Freude ….
und ich bin Schönheit

auf all meinen Wegen. Hooo!

Mitakuye Oassin

Vater Unser

Vater, Mutter unser, du bist in Allem
Geheiligt ist dein Name

Dein Reich war schon immer
Dein Wille geschieht durch uns
Wie im Himmel,  so auf Erden
Wie im Inneren,  so im Äußeren

Du gibst uns die Nahrung für Seele, Geist und Körper
Du hast unsere Taten immerzu vergeben
Wie auch wir die Taten anderer jetzt und für immer vergeben

Bitte führe uns in der Versuchung
Und erlöse uns aus der Verwirrung

Denn durch dich ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit

Amen

Walking Wolf

Sioux1

Oh großer Geist, dessen Stimme ich in den Winden vernehme und dessen Atem der ganzen Welt Leben spendet, höre mich.
Ich trete vor Dich hin als eines Deiner vielen Kinder.
Ich bin klein und schwach. Ich bedarf Deiner Kraft und Weisheit.
Laß mich in Schönheit wandeln und laß meine Augen immer den roten und purpurnen Sonnenaufgang schauen.

Laß meine Hände die Dinge verehren, die Du gemacht hast, und meine Ohren Deine Stimme hören.
Schenke mir Weisheit, damit ich die Dinge, die Du mein Volk gelehrt hast, und die Lehre, die Du in jedem Blatt und in jedem Felsen verborgen hast, erkennen möge.
Nicht um meinen Brüdern überlegen zu sein, suche ich Kraft, sondern um meinen größten Feind bekämpfen zu können – mich selbst.

Mache mich immer bereit, mit reinen Händen und geradem Blick zu Dir zu kommen, damit mein Geist, wenn dereinst mein Leben verblaßt wie die untergehende Sonne, ohne Scham zu Dir kommen möge.

Hoo!!

Jaeger

Es tut mir leid, daß ich dich töten mußte, kleiner Bruder.
Aber ich brauche dein Fleisch, denn meine Kinder hungern.
Vergib mir, kleiner Bruder.

Ich will deinen Mut, deine Kraft und deine Schönheit ehren – sieh her!
Ich hänge einen Knochen von dir an diesen Baum;
jedesmal, wenn ich vorüber komme, werde ich an dich denken und deinem Geist Ehre erweisen.

Es tut mir leid, daß ich dich töten mußte; vergib mir, kleiner Bruder.
Sieh her, dir zum Gedenken rauche ich die Pfeife, verbrenne ich diesen Tabak.

Jimalee Burton (Cherokee-Indianerin)

Einladung1

Es ist für mich nicht wichtig, womit du dein Geld verdienst
Ich möchte wissen, wonach du innerlich schreist
und ob du zu träumen wagst, der Sehnsucht deines Herzens zu begegnen

Es ist für mich nicht wichtig wie alt du bist
Ich möchte wissen, ob du es riskierst, wie ein Narr auszusehen
um deiner Liebe willen, um deiner Träume willen und für das Abenteuer des Lebendigseins

Es ist für mich nicht wichtig, welche Planeten im Quadrat zu deinem Mond stehen
Ich möchte wissen, ob du den tiefsten Punkt deines Lebens berührt hast, ob du geöffnet worden bist von all dem Verrat oder ob du zusammengezogen und verschlossen bist aus Angst vor weiterer Qual

Ich möchte wissen, ob du mit dem Schmerz – meinem oder deinem – dasitzen kannst, ohne zu versuchen ihn zu verbergen, zu mindern oder ihn zu beseitigen

Ich möchte wissen, ob du mit der Freude – meiner oder deiner – da sein kannst, ob du mit Wildheit tanzen kannst von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen erfüllt mit Begeisterung, ohne uns zur Vorsicht zu ermahnen, zur Vernunft oder die Grenzen des Menschseins zu bedenken

Es ist für mich nicht wichtig, ob die Geschichte, die du erzählst, wahr ist
Ich möchte wissen, ob du jemanden enttäuschen kannst, um dir selber treu zu sein. Ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst und nicht deine eigene Seele verrätst.

Ich möchte wissen, ob du vertrauensvoll sein kannst und von daher vertrauenswürdig

Ich möchte wissen, ob du die Schönheit sehen kannst, auch wenn es nicht jeden Tag schön ist und ob du dein Leben aus der Kraft des Universums speisen kannst.

Ich möchte wissen, ob du mit dem Scheitern – meinem und deinen – leben kannst und trotzdem am Rande des Sees stehen bleibst und zu dem Silber des Vollmonds rufst – JA!!!

Es ist für mich nicht wichtig zu erfahren, wo du lebst und wieviel Geld du hast
Ich möchte wissen, ob du aufstehen kannst nach einer Nacht der Trauer und Verzweiflung – erschöpft und bis auf die Knochen zerschlagen, und tust was für die Kinder getan werden muss

Es ist für mich nicht wichtig, wer du bist und wie du hergekommen bist
Ich möchte wissen, ob du mit mir in der Mitte des Feuers stehen wirst und nicht zurückschreckst

Es ist für mich nicht wichtig, wo oder was oder mit wem du gelernt hast
Ich möchte wissen, ob du allein sein kannst und in den leeren Momenten wirklich gern mit dir zusammen bist

Ich möchte wissen, was dich von Innen hält, wenn sonst alles wegfällt

Oriah Mountain Dreamer, indianische Heilerin aus Kanada

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Tao

„Gib dich hin der äußersten Leere,
versenke dich inbrünstig in Stille.
Alle Dinge sind zusammen in Aktion.
Doch ich schaue ihre Nichtaktion.
Denn die Dinge sind stets in Bewegung,
ruhelos.

Und doch kehrt ein jedes zurück
in seinen Ursprung.
Zum Ursprung zurückkehren,
das ist Stille.“

(Lao-Tzu)